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Ratgeber Wechseljahresbeschwerden

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Wechseljahresbeschwerden
Wissenswertes zu Wechseljahresbeschwerden

Die Wechseljahre sind keine Krankheit, sondern eine natürliche Umstellung des Hormonhaushalts, vergleichbar mit der Pubertät. Die Akzeptanz des Älterwerdens und ein positiver Blick in die Zukunft bieten die beste Ausgangsmöglichkeit für den Wechsel in den neuen Lebensabschnitt. Wechseljahresbeschwerden kann man nicht vorbeugen, doch ein gesunder Lebensstil kann zusätzlichen Belastungen des Alters, wie Osteoporose, vorbeugen. Eine ausgewogene Ernährung, reich an Kalzium, Vitaminen und Hülsenfrüchten kann die Grundlage für ein gesundes Altern schaffen. Auch Sport mindert das Risiko für Osteoporose und baut Stress ab, insbesondere Ausdauersportarten wie Walken oder Schwimmen sind zu empfehlen.

Wissenswertes zu Wechseljahresbeschwerden

Wechseljahresbeschwerden sind individuell geprägt und hängen mit mehr als nur den hormonellen Umstellungen des Körpers zusammen. Die Wahrnehmung des eigenen Körpers, der Veränderungen der Wechseljahre und der etwaigen Wechseljahresbeschwerden ist mit vielen anderen Faktoren, wie der familiären Situation und der gesellschaftlichen und kulturellen Akzeptanz des Älterwerdens, verbunden. Die Wechseljahre sind außerdem oft Jahre in denen Frauen ihr bisheriges Leben bewusster wahrnehmen und Weichen für die Zukunft stellen. Dabei hilft eine positive Einstellung zum Alter und ein gesunder Lebensstil. Wechseljahresbeschwerden vorbeugen kann man jedoch nicht.

Die Wechseljahre nicht als Krankheit sehen

Frauen, die aktiv ohne Angst vor dem Alter leben, haben oft auch weniger Probleme mit natürlichen körperlichen Veränderungen. Untersuchungen in Japan zeigen, dass die positive Einstellung der Gesellschaft gegenüber älteren Menschen, insbesondere Frauen, auch Auswirkungen auf die persönliche Akzeptanz des Älterwerdens hat. In Japan haben weniger Frauen mit Wechseljahresbeschwerden zu kämpfen als in Europa.

Da sich außerdem zu den Wechseljahresbeschwerden auch Beschwerden des natürlichen Alterungsprozesses gesellen können, kann ein gesunder Lebensstil einer zusätzlichen Belastung vorbeugen. Die Wechseljahre sind eine natürliche Veränderung, wie die Pubertät oder eine Schwangerschaft und sollten daher nicht als krankhafter Zustand erlebt werden. Als positive Effekte der Wechseljahre können die Erleichterung durch das Ausbleiben der Menstruation und der oftmals damit einhergehenden Beschwerden und die überflüssig gewordene Schwangerschaftsverhütung gesehen werden.

Ein bewusster Lebensstil gegen Wechseljahresbeschwerden

Viel Bewegung, eine ausgewogene Ernährung und die Reduzierung von Alkohol und Nikotin können für eine Linderung von leichten Wechseljahresbeschwerden sorgen. Auch auf die neuen Umstände zu reagieren kann gegen Wechseljahresbeschwerden helfen, so lassen sich Hitzewallungen bei einer niedrigeren Raumtemperatur und nicht zu eng geschnittener Kleidung oft besser aushalten als in zu heißen Räumen.

Bewusst eingeplante Pausen und Entspannungsrituale unterstützen darüber hinaus den Stressabbau und mindern Leistungsdruck. Eine Ernährungsumstellung kann Wechseljahresbeschwerden ebenfalls entgegenwirken. So gibt es Hinweise darauf, dass Soja und andere Hülsenfrüchte wie Erbsen, Bohnen, Haferflocken, Leinsamen, Weizen oder Roggen Hitzewallungen reduzieren. Eine kalziumreiche Ernährung mit vielen Milchprodukten mindert außerdem das Osteoporoserisiko.

Nicht nur Frauen hilft darüber hinaus auf ihr Gewicht zu achten. Normalgewicht kann für Wohlbefinden sorgen und Hitzewallungen mildern. Auch Sport vermindert das Osteoporoserisiko und beugt Übergewicht vor. Hier sind insbesondere Ausdauersportarten wie Fahrradfahren, Joggen, Schwimmen oder Walken zu empfehlen. Auch Sportarten wie Yoga oder Pilates können bei Entspannung und Stressabbau helfen.

Miriam Schaum

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Diagnose Wechseljahresbeschwerden

Eine Diagnose der Wechseljahresbeschwerden kann die Frau gegen versteckte Ursachen und Krankheiten absichern und mögliche Therapiemöglichkeiten aufzeigen. Erste Anzeichen für den Eintritt in die Wechseljahre sind meistens ein unregelmäßiger Zyklus und das Alter der Frau. Hitzewallungen und andere Symptome wie depressive Verstimmungen oder Schweißausbrüche sind ebenfalls Hinweise für die Diagnose Wechseljahre. Gynäkologische Untersuchungen und die Bestimmung des Hormonspiegels, insbesondere des Östrogens, über einen Scheidenabstrich und eine Blutuntersuchung sind meistens die ersten Verfahren, um den Wechseljahren auf die Spur zu kommen. Dabei verweist eine Abnahme des Östrogens Estradiol und eine Zunahme des follikelstimulierenden Hormons FSH auf den Beginn der Wechseljahre.

Wechseljahresbeschwerden entstehen durch das hormonelle Ungleichgewicht zwischen den Östrogenen und dem Gelbkörperhormon Progesteron, die den Eisprung und die Menstruation kontrollieren. Ab dem 45. Lebensjahr reifen in den Eierstöcken immer weniger Eizellen heran, es kommt zu Zyklen ohne Eisprung, die Blutungen werden unregelmäßiger und bleiben schließlich ganz aus. Innerhalb der Wechseljahre werden so drei Phasen rund um die Menopause durchlebt, die Prämenopause, die Perimenopause und die Postmenopause. Doch auch die Angst vor dem Älterwerden oder der Auszug der eigenen Kinder kann für eine Verstärkung der Wechseljahresbeschwerden sorgen.

Therapie Wechseljahresbeschwerden

Bei leichten Wechseljahresbeschwerden können Sport, ein bewusster Lebensstil und pflanzliche Präparate helfen, die Beschwerden zu lindern. Produkte auf Basis von Soja, Rotklee, Traubensilberkerze oder Mönchspfeffer enthalten pflanzliche Östrogene, sogenannte Phytoöstrogene, die den Östrogenen des menschlichen Körpers ähnlich sind. Daher können sie positive Auswirkungen auf leichte Wechseljahresbeschwerden haben. Schwere Wechseljahresbeschwerden können oft einer Hormontherapie behandelt werden. Hier steht ein erhöhtes Risiko für Brustkrebs, Gebärmutterkörperkrebs und Gallenblasenentzündungen der schnellen und hohen Besserungsrate von Wechseljahresbeschwerden entgegen. Der Einsatz der Hormontherapie muss daher jede Frau individuell mit ihrem Frauenarzt abwägen.